Blitzmarathon am 16. April 2015

Laserpistole - Geschwindigkeitsmessung

Am 16. April 2015 startet der nächste Blitzmarathon, diesmal nicht nur bundesweit, sondern auch in vielen Ländern der EU. Wegen des Trauergottesdienstes in Köln für die Opfer des Germanwings-Absturzes dauert er in Deutschland nur bis Mitternacht.

Am besten ist es natürlich auf jeden Fall, sich an die vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten. Trotzdem werden bei jedem Blitzmarathon viele Temposünder erwischt, beim letzten Mal waren es über 80.000. Es drohen die bekannten Folgen: je nach Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitung können Bußgelder verhängt und Punkte im Verkehrszentralregister eingetragen werden. Zudem drohen Fahrverbote oder sogar die Entziehung der Fahrerlaubnis. Besondere Folgen haben zudem Fahranfänger zu befürchten. Hier kann unter anderem auch die Probezeit verlängert werden.

Die Kontrollstellen sind bereits bekannt gegeben. Neben der Einrichtung mobiler Messstellen werden auch die stationären Anlagen einbezogen. Wer dort geblitzt wird, hat alle Möglichkeiten, sich gegen einen Bußgeldbescheid zu wehren. Der Fahrer muss ermittelt und anhand des Fotos identifiziert werden. Die Anhörung des Betroffenen muss innerhalb von 3 Monaten von der Behörde verfügt werden, anderenfalls wäre der Verstoß verjährt.

Wird man direkt von der Polizei herausgewunken, sollte man sich nicht zur Sache äußern, wenn man sich gegen ein Bußgeld zur Wehr zu setzen will. Die Identität des Fahrers steht dann fest. Trotzdem macht es Sinn, den Vorwurf zu überprüfen. Anknüpfungspunkte sind unter anderem Messverfahren und Messgerät, aber auch die Ausbildung des messenden Beamten für das eingesetzte Gerät. Auch ein verhängtes Fahrverbot kann mit individuellen Gründen oftmals abgewendet werden. Es empfiehlt sich in jedem Fall, einen Rechtsanwalt einzuschalten, der zunächst die Akte einsehen kann.

Geschwindigkeitsüberschreitungen werden, nach Abzug der Toleranz, bereits geahndet, wenn man mehr als 1 km/h zu schnell ist. Punkte werden für Verstöße ab 21 km/h eingetragen, ein Fahrverbot wird bei Überschreitung ab 31 km/h innerorts oder 41 km/h außerorts verhängt. Aber auch wer innerhalb eines Jahres mehrmals mit Geschwindigkeitsüberschreitungen über 25 km/h erwischt wird, muss den Führerschein für einen Monat abgeben.

Im Auge behalten sollte man zudem sein Punktekonto in Flensburg. Nach dem seit 2015 geltenden Recht droht die Entziehung der Fahrerlaubnis bei mehr als 7 eingetragenen Punkten.

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